»Unser die Welt – trotz alledem«

Aktuell! Ortsverschiebung! Das Konzert »Working Class Heroes« am Freitag, 27. Mai, findet nicht um Kula statt – sondern im Rahmen unserer Ausstellung im Bürgersaal! St.-Stephansplatz 17, Konstanz, 20 Uhr

Früher gehörten Lieder wie »Die Internationale« oder »Brüder zur Sonne, zur Freiheit« zum Repertoire jeder 1.-Mai-Kundgebung. Wo immer gestreikt, demonstriert und für Freiheit und Unabhängigkeit gekämpft wurde, war Musik ein wichtiger Teil des Protests. Das war während der demokratischen Revolution 1848 mit dem »Hecker-Lied« und Ferdinand Freiligraths »Trotz alledem« so – und später auch nicht viel anders. Kaum eine Bürgerrechtsdemo ohne »We shall overcome«, kaum ein Sit-in der Friedensbewegung ohne Songs, selbst die Anti-AKW-Platzbesetzungen hatten ihre Liedermacher:innen. Auch die vielen Auftritte von Gesangsvereinen wie dem Konstanzer »Vorwärts« zu Beginn des letzten Jahrhunderts spielten bei der Selbstvergewisserung und Selbstermächtigung der ArbeiterInnenklasse eine wichtige Rolle.

Heute klingt manches etwas anders – aber nur der Form nach. Noch immer gibt es unzählige Bands mit aufklärerischem Anspruch, die gegen Ausbeutung und Rassismus, Unterdrückung und Sexismus anspielen und klare Botschaften haben: Nie wieder Krieg, nicht aufgeben, gemeinsam handeln!

1. April: Akne Kid Joe

Punkrock mit dem ausgestreckten Mittelfinger

22. April: Protestsong-Nacht

Diese Veranstaltung ist leider abgesagt!!!

18. Mai: Poetry-Slam

Poet:innen gegen Ausbeutung, Unterdrückung und Krieg

27. Mai: »Working Class Heroes«

Mat Callahan & Yvonne Moore: Songs der US-amerikanischen und irischen Arbeiter:innen-Bewegung

Aktuell! Ortsverschiebung! Das Konzert »Working Class Heroes« am Freitag, 27. Mai, findet nicht um Kula statt – sondern im Rahmen unserer Ausstellung im Bürgersaal! St.-Stephansplatz 17, Konstanz

Nun kommt es endlich wieder nach Konstanz, das «fabelhafte Duo» Yvonne Moore & Mat Callahan. Denn hier sind sie längst eine feste Größe im Programm der Zimmerbühne in der Niederburg: Mat Callahan, der US-amerikanische Musiker, Songwriter und Buchautor, und seine Partnerin Yvonne Moore, die Sängerin mit der großartigen Stimme.
Seit Jahrzehnten singen sie alte und komponieren neue Lieder des Widerstands gegen Ausbeutung, Sklaverei und politische Unterdrückung; diese Kombination aus Musik und Engagement hat ihre Karrieren und ihr Leben geprägt. Mat Callahan, in San Francisco geboren, war bereits in der US-Bürgerrechts- und Anti-Vietnamkriegsbewegung aktiv. Er gründete mehrere Bands und ein Kulturkollektiv, schrieb und komponierte Protestlieder, die er mit Größen wie dem Liedermacher Pete Seeger sang – und veröffentlichte mehrere Bücher. Yvonne Moore, in Schaffhausen aufgewachsen, produzierte eigene Alben (etliche mit Mat) und gründete unter anderem den Verein »Art in History and Politics« (der künstlerische Ausdrucksformen der Kämpfe gegen Sklaverei und Unterdrückung bewahrt und popularisiert). Wenn die beiden nicht gerade auf Tour durch die USA, Britannien oder Irland ziehen, leben sie in Bern.

Zu ihren gemeinsamen Einspielungen gehören die CDs »Working-Class Heroes. A History of Struggle in Song«, »Songs of Freedom« (die Lieder des irischen Revolutionärs James Connolly), »Burn the Boogeyman«, »Welcome«. Derzeit planen sie die Veröffentlichung ihres neuen Albums »It’s right to rebel«; im nächsten Jahr sind ein Buch und Lieder gegen die Sklaverei vorgesehen.

In der Schweizer Wochenzeitung WOZ erschien ein Interview mit Mat über seine Sechzigerjahre in Kalifornien und ein Beitrag zur politischen Bedeutung des James-Connolly-Projekts. Mat Callahan hat zudem folgende Bücher publiziert: »The Trouble With Music« (AK Pass 2005); »The Explosion of Deferred Dreams. Musical Renaissance and Social Revolution in San Francisco 1965–1975« (PM Press 2017) sowie – als Mitherausgeber – »A Critical Guide to Intellectual Property« (Zen Books 2017). 

Weitere Infos bieten die Webseiten: https://matandyvonne.com und https://matcallahan.com

Termin: 27. Mai 2022, 20.30 Uhr, im Kula, Joseph-Belli-Weg 5

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