»Working-Class Heroes«

Songs für Freiheit und soziale Rechte

Früher gehörten Lieder wie »Die Internationale« oder »Brüder zur Sonne, zur Freiheit« zum Repertoire jeder 1.-Mai-Kundgebung. Wo immer gestreikt, demonstriert und für Freiheit und Unabhängigkeit gekämpft wurde, war Musik ein wichtiger Teil des Protests. Das war während der demokratischen Revolution 1848 mit dem »Hecker-Lied« so und später auch nicht viel anders. Kaum ein Bürgerrechtsmarsch ohne »We shall overcome«, kaum ein Sit-in der Antikriegsbewegung ohne Songs, selbst die Anti-AKW-Platzbesetzungen hatten ihre LiedermacherInnen. Auch die vielen Auftritte von Gesangsvereinen wie dem Konstanzer »Vorwärts« spielten bei der Selbstvergewisserung und Selbstermächtigung der ArbeiterInnenklasse eine wichtige Rolle.

Heute ist das etwas anders – aber nur der Form nach. Noch immer gibt es unzählige Bands mit aufklärerischem Anspruch, die gegen Ausbeutung und Rassismus, Unterdrückung und Sexismus anspielen und eine klare Botschaft haben: Nicht aufgeben, gemeinsam handeln.

Einige von ihnen hätten wir gerne für unser Jubiläum gewonnen, die Kooperation mit dem Konstanzer Kulturladen war auch weit gediehen. Die Pandemie hingegen hat vieles zunichte gemacht. Und so ist leider nur ein Konzert übrig geblieben:

Mat Callahan & Yvonne Moore

in Kooperation mit

HUG8730

Nun kommt es endlich wieder nach Konstanz, das «fabelhafte Duo» Yvonne Moore & Mat Callahan. Denn hier sind sie längst eine feste Größe im Programm der Zimmerbühne in der Niederburg: Mat Callahan, der US-amerikanische Musiker, Songwriter und Buchautor, und seine Partnerin Yvonne Moore, die Sängerin mit der großartigen Stimme.
Seit Jahrzehnten singen sie alte und komponieren neue Lieder des Widerstands gegen Ausbeutung, Sklaverei und politische Unterdrückung; diese Kombination aus Musik und Engagement hat ihre Karrieren und ihr Leben geprägt. Mat Callahan, in San Francisco geboren, war bereits in der US-Bürgerrechts- und Anti-Vietnamskriegsbewegung aktiv; er gründete mehrere Bands und ein Kulturkollektiv, schrieb und komponierte Protestlieder, die er mit Größen wie dem Liedermacher Pete Seeger sang – und veröffentlichte mehrere kulturkritische Bücher. Yvonne Moore, in Schaffhausen aufgewachsen, produzierte eigene Alben (und etliche mit Mat) und gründete unter anderem den Verein »Art in History and Politics« (der künstlerische Ausdrucksformen der Kämpfe gegen Sklaverei und Unterdrückung bewahrt und popularisiert). Wenn die beiden nicht gerade auf Tour durch die USA, Britannien oder Irland ziehen, leben sie in Bern.

Zu ihren gemeinsamen Einspielungen gehören die CDs »Working-Class Heroes. A History of Struggle in Song«, »Songs of Freedom« (die Lieder des irischen Revolutionärs James Connolly), »Burn the Boogeyman«, »Welcome«.

In der Schweizer Wochenzeitung WOZ erschien zuletzt ein Interview mit Mat über seine Sechzigerjahre in Kalifornien und ein Beitrag zur politischen Bedeutung des James-Connolly-Projekts.

Webseiten: https://matandyvonne.com und https://matcallahan.com

Unsere Vorhaben

Eigentlich hatten wir die Veranstaltungen zu unserem Jubiläum pünktlich fürs Jahr 2020 geplant. Doch dann kam die Pandemie. Und wir mussten alles verschieben. Zuerst aufs Frühjahr 2021 – und jetzt erneut.

Nach unserer derzeitigen Planung werden die Ausstellung, die Debatten, die Konzerte und Filmvorführungen im Frühling 2022 stattfinden. Über die genauen Termine informieren wir über unsere Social-media-Kanäle, den Newsletter und auf dieser Website. Was wir vorhaben, sehen Sie, wenn Sie diesen Hinweis wegklicken.

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